Krankheitsbilder

Bild-02Als Hydrozephalus wird die Aufweitung der inneren Hohlräume des Gehirnes bezeichnet. Meist wird sie durch eine Blockade des Nervenwasserabflusses (Liquor cerebrospinalis) hervorgerufen. Es können aber auch Resorptionsstörungen des Nervenwassers nach Infektion oder Hirnblutung sowie eine verstärkte Produktion zum Hydrozephalus führen.

Bei Säuglingen und Kindern bei denen die Schädelnähte noch nicht geschlossen sind, kann dies zu einer Umfangvergrößerung des Schädels und zu Symptomen des erhöhten Hirndruckes führen.

Der Hydrozephalus ist in den sogenannten „Schwellenländern“ eine häufige Erkrankung. Ursächlich hierfür sind insbesondere Mangelernährung, Infektionskrankheiten und der Mangel an pränatalen Untersuchungsmöglichkeiten. Der Hydrozephalus ist auch oft mit anderen Defekten vergesellschaftet wie etwa der Spina bifida mit Meningomyelozelen („offener Rücken“) oder aber Enzephalozelen (Ausstülpungen der Hirnhäute oder des Gehirns). Viele Kinder sterben an den Folgen dieser Erkrankungen, weil die adäquate Behandlung zu teuer ist oder Ärzte nicht hierzu ausgebildet sind. Es gibt je nach Ursache des Hydrozephalus generell zwei Therapieoptionen, einmal die Anlage von Nervenwasser ableitenden Systemen sog. „Shunts“ oder aber die neuroendoskopische Operationsmethode.